Ablauf

Für die erfolgreiche Rehkitzrettung ist es unabdingbar dass das Trio

 „Landwirt – Jäger – Rettungsteam

im Vorfeld optimal zusammen planen und dann gemeinsam die morgendliche Aktion durchführen. Derzeit ist die drohnengestützte Rehkitzrettung mit Wärmebild die schnellste und effektivste Methode, aber nur, wenn alle zusammenarbeiten!

Gerne stellen wir den Landwirten auch eine "Bescheinigung über die erfolgte Suche nach Rehkitzen vor der Mahd" aus. Dieses Formular ist hier zu finden.

Eine Export-Anleitung um Schläge/Flächen aus FIONA zu exportieren ist hier zu finden. Allerdings können wir leider keinen Support für FIONA anbieten.

Unter "Kontakt" können Sie die Rufnummern unserer Koordinatoren abrufen. Bitte lesen Sie vorher unsere Checkliste durch.

Wir stehen Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung ...

Feldanmeldung an die Rehkitzrettung Südbaden

Über den untenstehenden Button können Sie uns ihre Felder direkt unter Angabe ihrer Kontaktdaten zukommen lassen.

Eingabe der Felder an Smartphone, Tablet oder PC möglich, unabhängig vom Betriebssystem.

Wir setzen uns dann umgehend mit Ihnen in Verbindung.

Wie läuft die Anforderung ab?

Der Landwirt muss seine Mahd mindestens bis um 18 Uhr am Vorabend dem zuständigen Jagdpächter melden, damit dieser ein Rettungsteam organisieren kann. Hierfür stellen wir eine Checkliste auf unserer Homepage zur Verfügung, die auf die wichtigsten Punkte hinweist, die vor, während und nach dem Einsatz unbedingt zu beachten sind.

Seitens des Jagdpächters sollten am nächsten Morgen mindestens 2, besser 3 oder mehr ortskundige Helfer als "Kitzretter" zur Verfügung stehen. Auch muss er einige Holzkisten zur Verfügung stellen. Selbstverständlich können die "Kitzretter" auch Helfer aus der Landwirtschaft sein.

Am frühen Morgen vor der Wiesenmahd wird die Wiese (oder mehrere) mit der Drohne von einem Piloten abgeflogen. Parallel zum Flug beobachtet ein Mitglied des Rettungsteams ("Spotter") den Bildschirm, auf dem das Wärmebild angezeigt wird. Sobald er ein liegendes Kitz vermutet, gibt er ein Signal und der Pilot lässt die Drohne über dem vermuteteten Kitz in der Luft stehen. Durch die Drohne werden die "Kitzretter" (meistens 2 Personen) zu dem liegenden Kitz geleitet. Das Kitz wird aufgenommen und außerhalb der Wiese geschützt unter einer luftigen, verschließbaren und mit Gras abgedeckten Kiste oder ähnlichem gesichert. Sobald die Wiese abgeflogen wurde, sollte die Mahd beginnen damit die gefundenen Kitze nicht zu lange unter der Kiste verharren müssen.

Ideal sind gute Revierkenntnisse des Jägers. Er weiß, wo er schon Rehgeißen gesehen hat und wo diese am ehesten die Kitze abgelegt haben könnten.

Problematisch sind Kitze, die bereits mobil sind und vor den "Rettern" in den angrenzenden Wald flüchten. Diese kehren oftmals in kürzester Zeit wieder in die Wiese zurück und können dann im schlimmsten Fall - trotz Suchaktion - vermäht werden. 

Der Rettungseinsatz ist kostenlos!
Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist keine Voraussetzung. Wir freuen uns aber über neue Mitgliedschaften oder Spender, damit wir die komplexe Drohnentechnik instand halten und auch neue Piloten ausbilden können.


Gibt es Einschränkungen?

Leider ja ...
Das Ganze ist sehr zeitintensiv. Derzeit kann aufgrund der Sensibilität der Wärmebildkamera die Suche nur in den frühen Morgenstunden bis maximal ca. 9:00 Uhr erfolgen. Sobald sich der Boden erwärmt, gibt es zu viele Fehlermeldungen. Bei Regen, Nebel und stärkerem Wind kann auch nicht geflogen werden ... aber da wollen die Landwirte normalerweise sowieso nicht mähen.

Außerdem können wir mit den Drohnen von oben nicht durch das Kronendach der Bäume auf den Boden schauen. Das ist vor allem beim Einsatz auf Streuobstwiesen etc. zu beachten. Die Wärmebildkamera muss einen "freien" Blick auf die Fläche haben damit entsprechende Wärmepunkte erkannt werden.

Problematisch ist natürlich auch die zeitlich "geballte" Mähkompetenz. Sobald gutes "Mähwetter" gemeldet ist, werden überall die Traktoren gestartet. Je mehr "Rettungsteams" im Einsatz sind, desto eher können dann diese Spitzen auch gemeistert werden.

Wissenswertes

Nachfolgend haben wir einige nützliche Links und Publikationen rund um das Thema Reh allgemein, Rehkitzrettung sowie die Mahd aufgeführt.

Das Reh

 Das Reh (Capreolus capreolus) ist die in Europa häufigste und kleinste Art der Hirsche. Als sogenannter „Trughirsch“ ist es näher mit dem Elch verwandt als mit dem bei uns heimischen Rot- oder Damhirsch. Ursprünglich besiedelten Rehe die Randzonen von Wäldern und Gebüschen, heute kommt es aber in allen Wäldern und sogar in der offenen, fast deckungslosen Feldflur vor.

Informationen zum Reh auf der Seite der Deutschen Wildtier Stiftung:

Merkblatt für Helfer der Rehkitzrettung

Im nachfolgenden Merkblatt sind wichtige Punkte für Helfer bei der Rehkitzrettung aufgeführt.

Sollten Sie Interesse haben uns als Helfer bei der Rehkitzrettung unterstützen wollen, haben wir hier vorab einige Information für Sie zusammengestellt.

Bei Fragen können Sie sich gerne bei uns melden.

Leitfaden zur Kitzrettung

Das Ziel dieses Leitfadens ist es vor allem, das Verständnis und die Kommunikation zwischen Landwirten, Jägern und Kitzrettern zu verbessern.

Vielen Dank an Schwabenkitz e.V. zur Veröffentlichung des Leitfadens.



Direkt zum Leitfaden...

Der "Mäh-Knigge"

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat eine Handlungsempfehlung herausgegeben.

 In diesem "Mäh-Knigge" sind die wichtigsten Informationen zum Thema Wildtierrettung für die verantwortlichen Bewirtschafter (z. B. Landwirte, Landschaftspflegeverbände, Privatpersonen), Jäger und ausführende Dienstleister (z. B. Fahrer, Lohnunternehmer) übersichtlich zusammengefasst.
Er enthält Handlungsempfehlungen und Beispiele, wie eine vorbildliche Wildtierrettung durchgeführt werden kann und beruht auf Praxiserfahrungen und den wenigen derzeit verfügbaren Studien.
Die Vollversion kann hier abgerufen werden.

 

YouTube

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Rehkitzrettung im Kurzvideo:

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Rettung von Kitzzwillingen aus der Drohnensicht…